Pressestimmen
 

"Das erste Stück „BoD“ ist eine rasante Ballett-Extravaganza. Die Tänzer werden durch die aufblasbaren Kostüm-Elemente von Becca McCharren in asymmetrische Körperskulpturen verwandelt. Bravour und Coolness: mühelos wechseln sie von virtuosen Ballettfiguren in sexy Posen. Und auch Elemente aus ethnischen Tanzstilen werden integriert. Siegal betont die Individualität seiner Tänzer. Besonders einfallsreich sind aber die Duette, wo die Ballerina schon mal resolut verbogen und durch die Luft katapultiert wird.“
Sandra Luzina, Tagesspiegel Berlin, über "My Generation" von Richard Siegal, 19. Mai

"Wie alle Stücke (von VA Wölfl, Anm.) ist auch ‚von mit nach t‘ hochbildnerisch. (…) Man fühlt sich geradezu wie in einer verlebendigten Galerie (…), es entstehen ungeheuer ästhetische neusachliche Bilder, die zugleich gesellschaftskritisch aufgeladen sind. (…) Wölfl irritiert und entflammt, ist distant und zugleich nah am Betrachter.“
Malve Gradinger, Münchner Merkur, 19. Mai 

"Technische Perfektion und politische Statements: Das Münchner Festival präsentiert Tanz mit Haltung, aber auch Stücke, die ästhetische Grenzen ausloten.“
Bayern2 KulturWelt, 16. Mai 2017   

"Als Kuratorin Nina Hümpel die Münchner Tanz-Biennale 2012 übernahm, war es ihr wichtig, Qualität an die Isar zu holen. Die Vorstellungen müssen seither nicht mehr unter ein Motto passen. Hümpel reist zwischen den Festivals gezielt zu Tanzfestivals, und wenn sie etwas Wichtiges entdeckt, wird es Teil von Dance. Produktionen aus Kanada, USA, Israel, China, Flandern und Deutschland gibt es in diesem Jahr zu sehen – es zählt das Beste aus allen Welten.“
Isabel Winklbauer, Stuttgarter Nachrichten, 16. Mai 2017

"Seine Arbeiten entsprechen dem Zeitgeist, dem jugendlichen Lebensgefühl vor allem. (…) Die PostNeoklassik à la Forsythe bricht er durchgehend kapriziös mit Funk, Show- und Breakdance, mit Afro und zirzensischen Hebungen. Die Devise heißt: Vielfalt, totale Entgrenzung. Sein neu gegründetes Ballet of Difference, zu dem Tänzer aus dem Staatsaballet und dem Cedar-Lake-Ensemble gestoßen sind, zieht kraftvoll mit.“
Malve Gradinger über den Choreographen Richard Siegal, Münchner Merkur, 15. Mai 2017

"(Der) Belgier Wim Vandekeybus und seine Kompanie „Ultima Vez“ (setzen) in der brandneuen Kreation „Mockumentary of a contemporary savouir“ mit feiner Klinge einen humorvoll-postdramatischen Science-Fiction in Szene, die allem Apokalyptischen zum Trotz auf höchsten Niveau amüsiert.“
Ingrid Türk-Chlapek, www.tanz.at, 16. Mai 2017

"Man (…) amüsiert sich auf hohem Niveau bei  ‚Minutemade‘. (…) Das Glück kommt in Gestalt dreier jeweils dreißigminütiger nahtlos ineinander übergehender Stehgreif-Choreografien daher, die in nur einer Woche fertig sein müssen. Diesmal ließen sich die Dance-Gäste Emanuel Gat, Nicole Peisl und Benoît Lachambre darauf ein. Der Israeli Gat, ein Liebhaber des deutschen Kunstlieds, entfachte zu zwei Wesendonck-Liedern einen stumm getanzten, polyfonen Bewegungssturm. Die ehemalige Forsythe-Tänzerin Nicole Peisl entwarf eine variable, höchst bewegte Bühneninstallation für Tänzer und Hüpfseile. Und der Kanadier Benoît Lachambre packte all seine Bewegungslust, die er in seinem ‚Hyperterrestres‘ verweigert hat, in einen virtuosen Gruppenirrsinn (…).Die Tänzer haben Spaß, die Zuschauer auch.“
Rita Argauer und Eva-Elisabeth Fischer zu „Minutemade“ auf www.sueddeutsche.de, 15. Mai 2017

"Es nimmt den Zuschauer (es sind immer nur 15) auf klaustrophobische Art gefangen, wie die beiden Tänzer zum Liebesspiel verschmelzen. In seinem zweiten Stück für Dance lädt Gladyszewski die Zuschauer sogar einzeln  zum ‚Tête-à-tête‘.
Qualität muss also nicht immer den großen Applaus bedeuten. Bei Dance 2017 zeigt sie sich mit modernsten Techniken ganz nah und entfaltet sich im Zuschauer.“
Isabel Winklbauer über „Chaleur humaine“, Stuttgarter Nachrichten, 16. Mai 2017

"Just das dreitägige Symposium „Das Rauschen unter der Choreographie. Überlegungen zu Stil“ von Katja Schneider und „Access to Dance“ entpuppte sich als Leckerbissen, da der Austausch den Blick für die künstlerischen Beiträge schärfte und die sinnlichen Erfahrungen vor Ort vice versa in den wissenschaftlichen Diskurs einflossen.“
Ingrid Türk-Chlapek, www.tanz.at, 16. Mai 2017

"In welche Richtungen sich das Projekt entwickeln kann, erstaunt auch die Künstler jedes mal auf's Neue. Je nachdem, was die Leute daraus machen, passen die Künstler das Tape an ihre Skulptur an und setzen es in eine stabile Variante um. (…) Das Bekleben findet zum ersten Mal außerhalb eines Gebäudes statt. Besonders spannend ist daran, dass man nicht weiß, wie das Tape auf die verschiedenen Wetterbedingungen reagiert. Scheinen allerdings die Sonnenstrahlen durch, erhellt sich die Struktur des Boxtapes um einen überraschend geheimnisvollen, glitzernden Schimmer.“
Katharina Sartisson über  „#boxtape“,  www.m945.de, 11. Mai

 

"Politisch motiviert geht es bei DANCE München mit Yang Zhens „Minorities“ (UA), Wim Vandekeybus‘ „Mockumentary of a contemporary saviour“, Daina Ashbees „Unrelated“ über Fälle von Mord und Vergewaltigung indigener Frauen und – in seiner sozialen Komponente der Entgrenzung – auch bei VA Wölfls „von mit nach t: No 2“ weiter. Insgesamt erwarten das Publikum rund 20 energetisch wilde (Frédérick Gravel), sinnlich-intime (Stéphanie Gladyszewski) oder schrill-schräge (Trajal Harrell) Produktionen von Gästen aus Kanada, China, Frankreich und Israel. In „Minutemade for DANCE“ kooperieren drei von ihnen (Emanuel Gat, Benoît Lachambre, Nicole Peisl) außerdem mit Tänzern des Gärtnerplatz-Balletts. Eine schöne Verschränkung!"
Vesna Mlakar, Abendzeitung, 2. Mai 2017
          

"Siegal bringt jetzt in seinem dreiteiligen Abend zwei Uraufführungen - und steigert so den Innovationseffekt der Festivalprogrammierung, die sieben Premieren und sechs deutsche Erstaufführungen unter den 20 gezeigten Produktionen verbuchen kann. [...] So ist Siegal ein Beispiel für komplexe Ästhetiken, die auf Augenhöhe einer immer komplexeren Welt begegnen. [...] Sinn für Mischungen und Bastardisierungen wiederum beweist der Kanadier Fréderick Gravel, der brachialen Rock mit cooler Konzeptkunst kombiniert und für seine Uraufführung "Some Hope for the Bastards" als Live-Musik ein Barock-Pop-Hybrid in Aussicht gestellt hat."
Thomas Betz, Münchner Feuilleton, Mai-Ausgabe


"So wie das Programm ausschaut, kann sich jeder freuen - nicht nur der Kulturreferent. Nina Hümpel, Kuratorin der Tanzbiennale DANCE, wagt sechs Uraufführungen, das sind fast ein Drittel der 20 Produktionen, die in 130 Vorstellungen an nur nur elf Tagen vom 11. bis 21. Mai gezeigt werden."

Eva-Elisabeth Fischer auf www.sueddeutsche.de, 19. Januar 2017


 "Die Vorfreude auf ein spannendes, "spartensprengendes Festival", O-Ton Kulturreferent Hans-Georg Küppers, bei angenehmeren Temperaturen wärmt einen in diesen eisigen Wintertagen schon ein wenig von innen her auf. [...] Dass die Stadt zusammen mit Spielmotor DANCE seit 1987 ermöglicht, ist großartig für die Fans, zugleich Anregung für etabliertes Ballett und Theater [...]"
Malve Gradinger, Münchner Merkur, 20. Januar 2017