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Wim Vandekeybus / Ultima Vez
Mockumentary of a Contemporary Saviour
(Deutsche Erstaufführung)

 

So. 14. Mai, 19 Uhr - TICKETS
Ort: Residenztheater
Dauer: ca. 110 Minuten
Preis: € 36 / 24 / erm. € 8
Künstlergespräch im Anschluss an die Vorstellung


Das jüngste Werk des belgischen Star-Choreografen bezieht sich auf eine Sentenz der US-amerikanischen Science-Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin: "Science fiction is not predictive. It is descriptive." Der Entwurf zukünftiger Welten, besagt der Satz, beschreibt eigentlich unsere Gegenwart. Dieses Paradox greift Wim Vandekeybus auf, indem er eine "Mockumentary", einen fiktionalen Dokumentarfilm, choreografiert, in dessen Zentrum das Porträt eines zeitgenössischen Messias steht. In Mockumentary of a contemporary saviour (Uraufführung April 2017) sind die Menschen unsterblich geworden. Bedroht von einer alles zerstörenden Kraft, gelang einigen von ihnen mit der Hilfe eines Kindes die Flucht in ein Refugium. Doch das Leben dort erweist sich als unerträglich. Denn da die Menschen immer noch menschlich sind und von unterschiedlicher Herkunft, hadern sie miteinander und mit sich selbst. Sind sie es wert, gerettet zu werden? Sollen sie ihr Schicksal annehmen oder wäre es besser, sich der zerstörerischen Macht zu ergeben? Utopie und Dystopie liegen nicht weit auseinander. Wim Vandekeybus, der zu den wichtigsten internationalen Choreografen zählt, feierte mit seiner Kompanie Ultima Vez im vergangenen Jahr sein dreißigjähriges Jubiläum. Wie häufig in seinem umfangreichen Werk thematisiert auch Mockumentary of a contemporary saviour, das im vergangenen April in Brüssel Premiere feierte, existentielle Fragen unseres Lebens.

„Bei Wim Vandekeybus` ‚Mockumentary of a contemporary saviour‘ (war) das hiesige Residenztheater voll besetzt. Der Belgier Vandekeybus hat uns vor 30 Jahren mit dem riskanten Stuntman-artigen New Dance fasziniert. Sehr bald wandte er sich dem bildnerischen und dem Tanztheater zu. Sein ‚Mockumentary‘ (…) ist fast reines Sprechtheater, vorwiegend auf Englisch, aber auch auf Russisch, Italienisch und Chinesisch. Die sieben MockFiguren, unter einem riesigen runden transparenten flachen Schirm verbunden zu einer Art Niemandsland-WG, diskutieren die großen Fragen Gott, Glauben, Liebe, den Sinn des Lebens und tanzen die Verzweiflung über die Nicht-Antworten in wild-scharfen Kampfsport-Gesten aus. Die Inszenierung ist nicht ohne existenz-philosophische Prätention,aber im Stil des assoziativen zeitgenössischen Collage-Theaters sehr gut gemacht, mal witzig, mal gewollt melodramatisch.“

Malve Gradinger, Münchner Merkur


Regie, Choreografie: Wim Vandekeybus
Kreiert mit und performed von Anabel Lopez, Maria Kolegova, Yun Liu, Daniel Copeland, Saïd Gharbi, Jason Quarles, Flavio D’ Andrea
Text: Bart Meuleman & Ultima Vez
Künstlerische Assistenz: Jerry Killick, Aïda Gabriëls
Dramaturgie: Aïda Gabriëls, Jerry Killick
Szenografie: Wim Vandekeybus, Meryem Bayram
Musik und Sounddesign: Charo Calvo
Co-Kreation Sounddesign und IRCAM-Computermusikdesign: Manuel Poletti
Stimme Saviour: Maxim Daish Belay
Assistent Bewegung: German Jauregui
Licht: Davy Deschepper, Wim Vandekeybus
Kostüme: Isabelle Lhoas, Assistenz: Isabelle De Cannière
Technische Koordination: Davy Deschepper
Sound-Ingenieur: Bram Moriau, Assistenz: Martin Antiphon (Ircam)
Bühnenmanager: Tom de With
Spezialeffekte: Zephyr Wildlife, Saskia Verreycken
Produktion: Ultima Vez
Koproduktion: KVS (Brussels), deSingel (Antwerp), Ircam-Centre Pompidou (Paris)

 

Interview BRUZZ with Wim Vandekeybus

Pressedossier Wim Vandekeybus/Ultima Vez

Mockumentary of a Contemporary Saviour - Ultima Vez

 

 

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