Draw a Line (UA)

Benedict Mirow

Samstag, 18. Mai 2019, 20 Uhr , € 9,50 / erm. € 7,50, TICKETS
Sonntag, 19. Mai 2019, 11 Uhr, € 9,50 / erm. € 7,50, TICKETS
Ort: Rio Kino 1 (Sa.), Audimax Hff (So.)
Dauer: 85 Min,

Artist Talk beim Symposium am 18. Mai um 17 Uhr, Eintritt frei

TRAILER

Grenzen sind zum Überschreiten da: Das gilt für das Leben, die Kunst und für TänzerInnen sowieso. Richard Siegal weiß das. Er ist Tänzer, Choreograph und leitet mit dem in München und Köln beheimateten BoD, dem Ballet of Difference, eines der gegenwärtig aufregendsten freien Ensembles der Szene.

Es geht Siegal nicht darum, seine künstlerische Vision durchzudrücken, sondern um eine Genese: Choreografie ist bei ihm der Prozess einer Aneignung, Kopien gibt es nicht. Das Individuum zählt. „Wer bin ich? Was kann ich einbringen?“ sind Leitfragen für die charismatische Tänzerin Courtney Henry. Die Basis, auf der gearbeitet wird, ist gegenseitiger Respekt, das benennt der Choreograf deutlich zu Beginn von Benedict Mirows Draw a Line. Ballett ist bei Siegal kein Korsett – die Korsagen in seinem soghaft-pulsierenden Erfolgs-Stück Unitxt lassen sich als Reminiszenz lesen –, sondern eine universelle Sprache, die in die Zukunft weist.

Was ursprünglich in Lagos mit afrikanischen TänzerInnen im Rahmen eines Workshops entwickelt wurde, wiederum aus Siegals Vokabular, wird nach einer Einstudierung beim Bayerischen Staatsballet nun vom BoD aufs Neue neu interpretiert – „Tanz 2.1“, fasst er zusammen. Mitreißende Beats und Tanzszenen alternieren in Draw a Line mit spannenden Einblicken in die BoD-„Familie“. Deren Optimismus und Energie ist ansteckend: Kann Kunst die Welt verändern? Das BoD hat schon mal damit angefangen.

 

Eine Kooperation mit dem 34. DOK.fest München, 8. – 19. Mai 2019, www.dokfest-muenchen.de

Regie: Benedict Mirow
Kamera: Matthias Boch (BVK), Amadeus Hiller, Christian Berges, Thorsten Jareck
Montage: Jan Keller
Musik: Alva Noto, Carsten Nicolai
Konzeptionelle Beratung: Katja Schneider
Ton: Max Vornehm
Mischung: Philipp Sellier
Redaktion: Theresa März, Maximilian Maier (BFS), Monica Lobkowicz (arte)

Fotos: © Ray Demski

Draw a Line ist eine Produktion von NIGHTFROG, arte, BFS und Unitel in Kooperation mit dem Goethe Institut und der Deutschen Welle.