Jody Oberfelder: "Life Traveler" - © Paula Court

Jody Oberfelder: "Life Traveler" - © Paula Court

Jody Oberfelder: "Life Traveler" - © Paula Court

Jody Oberfelder: "Life Traveler" - © Paula Court

Jody Oberfelder

Life Traveler

Eine Frau mit Koffer auf einer Brücke. Verrichtungen. Sie zäsiert mit ihren Aktionen alltägliche Verrichtungen. Ist in Bewegung, kommt ins Gespräch. Berührungen. Gehen wir vorbei, sehen wir zu oder machen wir mit? Jody Oberfelder lädt uns ein. Seit den 1970er Jahren choreografiert die Künstlerin in New York City, sucht die Verbindungen zwischen Tanz und alltäglichem Leben, feiert die Gegenwart des Augenblicks und spürt ihm nach. "Let's get old together", sagt sie über ihr Site-specific-Projekt Life Traveler, das 2018 entstand und seitdem auf vielen Brücken dieser Welt zu erleben war. Für DANCE 2021 und den Münchner Stadtraum erarbeitet sie das choreografische Pop-up mit internationalen Performer*innen neu.

Die amerikanische Choreografin und Filmemacherin Jody Oberfelder verfügt über ein großes künstlerisches Portfolio. Sie inszenierte Opern, choreografierte Models für den Fotografen Steven Meisel und brachte Kurt Weills Zaubernacht im Museum of Jewish Heritage in New York heraus (2018), Weills erste Komposition für die Bühne, eine Ballett-Pantomime für Kinder, die er 1922 geschrieben hatte und die lange als verschollen galt. Oberfelder drehte zehn Filme und tourte mit ihrer 1987 gegründeten Kompanie Jody Oberfelder Projects (JOP) international. Als Tänzerin, geprägt vom Modern Dance, war sie in Stücken von Steve Paxton (2012) und Simone Forti (2018/19) im Kontext von Ausstellungen im Museum of Modern Art (MoMA) in New York zu erleben. Zwar nicht mehr Teil der revolutionären Bewegung, die sich im Judson Dance Theatre zusammenfand, aber bestens mit deren Konzepten und Ideen vertraut, suchte sich Jody Oberfelder einen ganz eigenen Weg, Tanz, Choreografie und Bewegung auf neue Art zu denken und zu praktizieren. Das Publikum zu Beteiligten zu machen ist ihr wichtig. Unerwartetes soll entstehen, immersive Momente sollen möglich sein, intime Begegnungen und gegenseitiger Austausch. In ihren Notizen zu Life Traveler schreibt sie: "Note to self: don't make the piece only for/about the audience member, but also your own experience of presence, of being connected deeply to the person/people, time, place."

In München sind parallel Tänzer*innen auf acht Brücken in der Innenstadt unterwegs.

Dienstag, 11. Mai 2021, 17 Uhr
Mittwoch, 12. Mai 2021 17 Uhr
Freitag, 13. Mai 2021, 17 Uhr

Diverse Brücken im Münchner Stadtraum

Konzept und Choreografie: Jody Oberfelder
Performer*innen: Elia Cervera, Emily Giovine, Pierre Guilbault, Jade Manns, Christopher Matthews, Maya Orchin, Andrew Sanger

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